
Dentachin®- Zahnpasta erhalten Sie in Ihrer Apotheke oder direkt bei der Entec-Emden Ltd. Die Mindestabnahmemenge bei einer Direktbestellung umfaßt ein Tray mit 10 Tuben. Einzelne Tuben und kleinere Mengen erhalten Sie bei Ihrer Apotheke.
Chitosan wird eine antibakterielle Wirkung zugesagt. In Studien wurde diese Wirkung
durch Experimente nachgewiesen [Muzzarelli 1997, Sano et al. 1990]. In diesen Experimenten
wurde die Bindung von Streptococcus mutans an Hydroxyapatit in Anwesenheit
von Speichel und Chitosan untersucht. Hydroxyapatit ist ein wesentlicher Bestandteil
der Zahnoberfläche.
In diesen Studien wurde nachgewiesen, dass ein Chitosan-Coating des Hydroxyapatits
die Bindung der Streptokokken um bis zu 60 % herabsetzt.
Die Bakterien binden durch hydrophobe Wechselwirkungen, ionische Bindungen und
Wechselwirkungen zwischen Zahnoberfläche und Bakterienzellwand an die Zähne.
Durch das Chitosan werden die Bindungsstellen an der Zahnoberfläche, an denen
Bakterien durch Rezeptoren binden können, maskiert. Zudem kann durch Einwirkung
des polykationischen Chitosans auf die Bakterienzellwand diese so modifiziert werden,
dass die Bakterien nicht mehr in der Lage sind, an Hydroxyapatit zu binden.
Chitosan kann bakterielle Enzyme deaktivieren und komplexiert für den Bakterienstoffwechsel
notwendige Metallionen, so dass die Bakterien auch in ihrem Wachstum
gehemmt sind.
Kommt es durch Parodontitis zu Entzündungen am Zahnfleisch, geht damit eine Senkung des pH-Wertes im Mundraum einher. Da Chitosan eine Pufferwirkung besitzt, kann sich durch seine Einwirkung der pH-Wert normalisieren [Muzzarelli 1997, Tyupenko et al. 2000]. Untersuchungen, in deren Rahmen Paradontosepatienten neben herkömmlichen Methoden zur Entzündungshemmung auch mit Chitosan- Elektrophorese behandelt wurden, zeigen deutlich eine positive Wirkung des Chitosans auf die Regeneration der Mundschleimhaut und des Zahnfleisches [Tyupenko 2000]. Dass Chitosan eine positive Wirkung auf das Wachstum von Haut- und sogar Knochenzellen hat, zeigt sich in der vermehrten Herstellung von Zellkultur-Matrix- Produkten auf Chitosan-Basis, z.B. das Chitosanmatrix-Kit von ALVITO.
Die Fluoridierung von Zahnpasten ist ein in der Literatur kontrovers diskutiertes Thema.
Fluorid dient im Körper der Härtung von Zähnen und Knochen, der Bedarf richtet
sich nach Alter und Geschlecht. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt
eine Dosierung von 0,25 mg (Säuglinge) bis 3 mg (Frauen) oder 4 mg Fluorid (Männer) täglich.
Fluor wird (als Fluorid-Anion) mit der Nahrung aufgenommen, es ist in fluoridiertem
Kochsalz, Hühnerfleisch, Ölsardinen, schwarzem Tee und in geringen Mengen
im Trinkwasser enthalten.
Die Fluoridierung von Zahnpasten ist umstritten. Medicine Worldwide
empfiehlt neben der Verwendung fluoridhaltiger Zahnpasten das Einpinseln der Zähne
mit Fluoridlack durch den Zahnarzt, eine Methode, der allgemein deutlich mehr Wirkung
zugesprochen wird als der Verwendung fluoridhaltiger Zahnpasten.
Umstritten ist die Verwendung fluoridhaltiger Zahnpasten im Rahmen einer homöopathischen
Behandlung. Zahnpasten, die allgemein während einer homöopathischen
Behandlung empfohlen werden, z.B. von Weleda®, enthalten kein Fluorid, auch ayurvedische
Zahnpflegeprodukte sind fluoridfrei. Gegen eine Fluoridgabe z.B. an Säuglinge
(Fluoridtabletten) spricht z.B. die Tatsache, dass Muttermilch fluoridfrei ist,
selbst wenn die Mutter Fluoridpräparate benutzt [K. Hill, Homöopathie-Zeitschrift
II/98, Seite 11 ff], außerdem soll eine Fluoridgabe vor dem Wachstum der ersten
Zähne nicht sinnvoll sein.
Dentachin® ist als homöopathieverträgliches Naturkosmetikum konzipiert. Der in
dieser Zahnpasta verwendete Aromastoff wurde nach Absprache mit dem Hersteller
homöopathieverträglich hergestellt, d.h. er enthält keine Pfefferminze, Kamille,
Kampfer oder andere nicht-homöopathieverträgliche ätherischen Öle. Da die Gabe
fluoridhaltiger Zahnpasten im Rahmen homöopathischer Behandlungen umstritten
ist, haben wir, um unserer Philosophie zu folgen, Dentachin® nicht fluoridiert.
Muzzarelli,R.A.A., Rocchetti, R.: “Enhanced capacity of chitosan for transitionmetal ions in sulphuric acid solutions”, Talanta Vol. 21, 1137 – 1143, Pergamon Press, 1974
Sano, H., Matsukubo, T., Shibasaki, K., Itoi, H., Takaesu, Y.: “Inhibition of adsorption of oral Streptococci to saliva treated hydroxiapatite by chitin derivatives”, Bull. Tokyo dent. Coll., Vol. 32, No. 1, 9 – 17, 1991
Tarsi, R., Muzzarelli, R.A.A., Guzmàn, C.A., Pruzzo, C.: „Inhibition of Streptococcus mutans, Adsorption to Hydroxoapatite by Low-molecular-weight Chitosans”, J. Dent. Res. 76(2): 665 – 672, 1977